Laktose Allergie
Der Begriff Laktose-Allergie oder auch Milchzucker-Allergie wird umgangssprachlich vielfach als Bezeichnung für eine Laktoseintoleranz verwendet. Medizinisch gesehen handelt es sich hierbei aber nicht um eine Allergie, d. h. um eine Reaktion des Immunsystems auf ein körperfremdes Protein, sondern um die Auswirkungen, die durch das Unvermögen des Organismus, Laktose (Milchzucker) in seine Bestandteile Glukose (Traubenzucker) und Galaktose zu spalten. Grund dafür ist das Fehlen des Enzyms Laktase. Daher wird Laktoseintoleranz auch nicht als Krankheit angesehen sondern lediglich als angeborener oder erworbener Enzymmangel.
Symptome
Generelle Symptome einer Laktoseintoleranz sind Völlegefühl, Bauchschmerzen, Krämpfe und Durchfälle. Da Laktose nicht nur in Milchprodukten sondern auch in einer Vielzahl anderer Nahrungsmittel vorkommt, müssen Personen, bei denen eine Laktoseintoleranz nachgewiesen wurde, entweder eine laktosefreie Diät einhalten oder das Enzym Laktase substituieren. Dies kann über die Einnahme von Kapseln oder Kautabletten geschehen.
Milch-Allergie
Nicht zu verwechseln ist daher die Laktoseintoleranz mit der Milch-Allergie (Milcheiweiß). Diese beruht auf der Unverträglichkeit des Organismus gegenüber Kuhmilch. Hierbei kommt es zu einer immunologischen (allergischen) Reaktion des Körpers gegenüber Kuheiweiß (Milcheiweiß). Im Gegensatz zu der Laktoseintoleranz, die in Europa bei etwas mehr als 10 % der Bevölkerung auftritt, ist die Milch-Allergie jedoch eher selten.